Unser Urlaub im April 1999 führte uns an die Ostküste der USA. Bereits im Oktober 1998 haben wir die Flüge gebucht, da uns das Angebot von Lufthansa (399,- DM plus Steuern) für einen Flug nach Philadelphia zu verlockend erschien (auch wenn wir dafür dann mit Lufthansa fliegen mussten...;-)). Da wir irgendwie das Gefühl hatten, dass Renates Eltern auch mal in die USA reisen wollten, haben wir sie gefragt, und sie wollten tatsächlich mitfliegen. Also sind wir zu fünft am 30.3. ab in den Flieger nach Philadelphia (von Köln aus mit einem kurzen Hüpfer nach Frankfurt, und dann von dort aus non-Stop nach Philadelphia), um dort am frühen Nachmittag bei bestem Wetter und Sonnenschein anzukommen. Wir haben nach zwei Tagen Aufenthalt in Philly (eine der nach meiner Meinung langweiligsten Städte der USA) eine Rundreise durch den Osten der USA gemacht. Die Route führte uns von Philadelphia aus erstmal nach Osten nach Atlantic City, dem "Las Vegas des Ostens". Aber irgendwie ist dieser Ort doch ziemlich herunter gekommen, und bis auf ein paar Kasinos ist dort (zumindest im April) der Hund begraben. Rolf aber zumindest fand das Thema der Kasinos ganz witzig...wie im Wilden Westen, meinte er.
Danach
ging es von Atlantic City aus weiter in den "Big Apple". Die Stadt die
niemals schläft erreichten wir nach einer längeren Tour über die Landstraßen
von New Jersey (wir wollten ja was von der Landschaft sehen) und ein paar
Umwegen, weil wir das Hotel nicht gefunden haben, erst am frühen Abend. Dabei
stellten wir fest, dass das Hotel direkt an der Einflugschneise des
Flughafens Newark lag. Die Flugzeuge waren zum greifen nahe, aber sobald man im
Hotel war, hörte man nichts mehr davon. Am nächsten Tag stand dann die
Erkundung der Stadt per Pedes an, und wir haben einige tolle Eindrücke
vermitteln können. Auf dem Foto sieht man die "Flower-Street" in
Manhatten, einer Strasse in der es nur Blumenläden gibt. An Florians eher
"mürrischem" Gesicht sieht man, dass dieses Foto noch VOR dem
Frühstück aufgenommen wurde...dieses gab es nämlich erst hinter der nächsten
Ecke, dummerweise nur bei Burger King, weil ein Lokal der Kette "Sbarro"
zwar immer dann an jeder Ecke auftaucht, wenn man gerade keinen Hunger hat,
ansonsten aber nicht zu finden ist...;-)!
Von
New York aus ging es dann zu den Niagara Fällen, die Renates Eltern unbedingt
sehen wollten. In zwei Etappen habe wir die ca. 600 Kilometer zurückgelegt, und
am Abend der ersten Etappe die Entdeckung gemacht, die Rolf völlig USA-süchtig
gemacht hat: Das Ponderosa Steakhouse in Corning. Er konnte erst gar nicht den
Aufschrei von Florian, Renate und mir verstehen, als wir dieses Lokal am
Ostersonntag ausmachten, aber nachdem man ihm sein erstes Steak serviert hat,
wusste er, warum wir uns wie die kleinen Kinder über dieses Lokal gefreut
haben...;-)! Am nächsten Tag ging es dann durch die Weiten des Bundesstaats New
York weiter zu den Niagara-Fällen, die wir am frühen Nachmittag dann auch
erreichten. Von der kanadischen Seite aus sehen die Fälle dann so wie auf dem
Bild links aus...
Weiter ging es dann nach, mit einem kleinen Abstecher zu einer Outlet-Mall in der Nähe von Pittsburgh, nach State College, wo wir nachts um eins ankamen, um dann erstmal um unser Hotelzimmer kämpfen zu müssen. Das Hotel (ein Residence Inn) war bis auf ein Zimmer komplett ausgebucht, und dieses Zimmer stank erbärmlich nach Zigaretten (obwohl es ein Nichtraucherzimmer war). Nach gut einer Stunde hatte man das Zimmer dann soweit hergerichtet, dass wir dort eine Nacht bleiben konnten, um von dort aus weiter zu unserem letzten Ziel der Rundreise, nämlich nach Washington D.C., aufbrechen zu können.
D.C.
quoll über an diesem Wochenende, da man dort die "Cherry Blossoms",
also die Kirschblüte, feierte. Und die ist (wie man auf dem Foto sieht)
wirklich ein Erlebnis. Die ganze Stadt ist von rosa blühenden Kirschbäumen nur
so übersäht, und das tolle Wetter (trotz April), mit deutlich über 20 Grad
angenehm warm und sonnig, tat sein übriges dazu, dass wir uns dort pudelwohl
fühlten. Ab Freitag mittag stieß auch Frank zu uns, der seit einiger Zeit in
D.C. lebt, und wir hatten eine Menge Spaß, als wir gemeinsam die Gegend
unsicher gemacht haben.
Natürlich
kommt man nicht drum herum, auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt in
Augenschein zu nehmen. Zwar konnten wir aus Zeitgründen weder das Capitol (ca.
3 Stunden Wartezeit) noch das Weiße Haus (noch längere Schlangen) von innen
besichtigen, aber auch schon von außen sind diese Gebäude wirklich imposant.
Und die Museen in Washington sind wirklich eine Reise wert, z.B. das Smithonian
Museum für Luft und Raumfahrt. Aufgrund des Vermächtnis des Stiftungsgründers
wird bis heute in keinem der Museen des Smithonian-Institutes ein
Eintrittsgeld erhoben.